Kepler-Seminaristen im Baden-Württembergischen Schülerteam gewinnen naturwissenschaftlichen Quanta-Wettbewerb
von Brigitte Ratz
Der 17. Internationale Quanta-Wettbewerb 2011 endete mit einer faustdicken Überraschung: 7 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg errangen den Gesamtsieg bei diesem anspruchsvollen naturwissenschaftlichen Wettbewerb, an dem 65 Teams aus aller Welt teilnahmen. Gastgeber war wir jedes Jahr die größte Privatschule der Welt, die City Montessori School, CMS, in Lucknow/Indien mit über 30.000 Schülern.
Vom 17.11. bis 22.11. fanden die Wettkämpfe in unterschiedlichen Sparten statt:
- Kognitiver Leistungstest
- Mathematik
- Naturwissenschaften und Astronomie
- Bootsrennen
- Skulpturenbau aus Computerschrott
- Debatte
Schon zum 5. Mal nominierten drei kooperierende außerschulische Institutionen aus Baden-Württemberg die Schülerinnen und Schüler für diesen Wettbewerb, bei dem sie dann gemeinsam unter dem Namen „Student Research Centers Baden-Württemberg“ antraten:
Das Stuttgarter Kepler-Seminar (KS), das Schülerforschungszentrum Süd-Württemberg (SFZ), das phænovum Lörrach. Diese drei Zentren setzen sich mit vielfältigen außerschulischen Programmen für den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs im Ländle ein. Betreut wurde das Team von OStR. Hermann Klein (phænovum Lörrach und Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach) und Dr. Alexander Urban (Kepler-Seminar Stuttgart).
Die deutschen Schüler gewannen gleich 3 der 6 Wettkämpfe:
- Skulpturenbau
aus Computerschrott:
Sebastian Heni und Nicolas Müller (KS) entschieden sich dafür, ein Flugzeugmodell zu bauen, das aussah als könne es sich gleich in die Lüfte erheben. Der erste Platz war das Ergebnis ihrer fünfstündigen kreativen Aufgabe.
- Für das
Bootsrennen
haben Florian Belschner , Marcel Schantz
und Nicolas Müller (alle KS) über mehrere Wochen ein batteriebetriebenes
Boot entwickelt und gebaut, das eine 25-m-Bahn durchpflügte, am Ende
selbsttätig wendete und nach weiteren 25 Metern als erstes Boot am Ziel
„anschlug“. Nur 3 der 65 startenden Boote schafften es überhaupt – ohne
Fernsteuerung, so war die Regel - das Ziel zu erreichen.
- Debatte: Simren
Herm-Singh
brachte ihre rhetorischen Fähigkeiten und ihre Debattierkunst beindruckend zur
Geltung in ihrem Beitrag zur Aussage "Science has achieved the contentment
that man desires" zu Deutsch etwa: „Die (Natur)Wissenschaft hat für die
Zufriedenheit gesorgt, nach der die Menschheit strebt." Für ihr
leidenschaftliches Plädoyer für diese Aussage und ihre Schlagfertigkeit in
der anschließenden Diskussion wurde sie
mit dem 1. Preis belohnt.
- Höchst anspruchsvoll war der Wettkampf in „Science and Astronomy“, bei dem zunächst eine Multiple-Choice-Klausur mit 50 Fragen überstanden werden musste. Die zweite Runde und die Finalrunde fanden dann als Quiz vor großem Publikum statt. Für die 2. Runde hatten sich 24 Teams aus der Klausur qualifiziert. Vor allem die Buzzer-Runden jeweils zur Physik, Chemie, Biologie und Astronomie mit schwierigen Fragen und dem Risiko, entweder zu spät den Buzzer zu drücken oder im Gegenteil zu voreilig ohne genügendes Nachdenken, waren für die Teilnehmer und die Zuschauer Nervenkitzel pur. Carina Lämmle und Lorenz Eberhardt schlugen sich mit Bravour und erreichten nach dem Einzug ins Finale den 3. Platz.
Marcel Kessler (B. Eng) gewinnt den Düker-Preis
von Brigitte Ratz
Der Düker-Preis richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs, der eingeladen ist, vor dem Kepler-Seminar einen Vortrag über das jeweilige wissenschaftliche Arbeitsgebiet zu halten. Nach dem Vortrag werden die Vortragenden anhand eines Fragebogens beurteilt.
Marcel Kessler (B. Eng), der bei der Firma FESTO Mechatronik studiert hat, überzeugte die Zuhörerschaft mit einem spannenden Vortrag über mobile Robotik. Der Preis wurde ihm im Rahmen des alljährlich von MiNe-MINT ausgerichteten Science Quiz im Stuttgarter Rathaus überreicht.
Wir laden alle wissenschaftlichen Nachwuchskräfte ein, sich auch im Schuljahr 11/12 um den Düker-Preis zu bewerben. Näheres hier.
Exkursion zum 1. RFC Stuttgart
von Brigitte Ratz
Heute besuchte eine kleine Gruppe des Kepler-Seminars den 1. RFC Stuttgart. Da das Team seine Wettbewerbstätigkeit und dadurch auch die Entwicklung neuer Roboter einstellt, waren wir möglicherweise die Letzten, die diese Roboter in Aktion gesehen haben.
Das in der Middle-Size-Liga mehrfach preisgekrönte Team
beschrieb uns neben der Hardware auch die Software.
Natürlich befassten wir uns dabei nicht mit dem Code (rund 1 Million Zeilen),
sondern mit allgemeinen Verfahren und Techniken, die zur Positionsbestimmung und
Aufgabenverteilung zwischen den Robotern dienen. Dabei vertieften wir vor allem die Bildverarbeitung,
da diese den wichtigsten Sensor, eine Kamera mit 360°-Rundblick, auswertet.
Alles in allem war es ein sehr interessanter und spaßiger Nachmittag, bei dem nicht nur neue Ideen für den eigenen RoboCup gesammelt wurden.
Auftaktexkursion 2011
von Brigitte Ratz
Gelungene Auftaktexkursion mit Themen aus Natur und Technik
Bei herrlichem Spätsommerwetter führte die Auftaktexkursion in diesem Jahr nach München, wo neben wichtigen Wissenschaftseinrichtungen auch die Voralpenseen einen lohnenden Besuch wert sind.
In Oberpfaffenhofen besichtigten wir das Zentrum der DLR, wo unter Anderem an künftigen Weltraumaufgaben geforscht wird. Von hier aus wird auch das künftige europäische Satelliten-Navigationsprogramm Galileo gesteuert.
Ausgestattet mit Gummistiefeln und zusätzlichen Plastiktüten unternahmen wir unter der fachkundigen Führung von Frau Bernrieder am Samstag eine Exkursion ins Moosreuracher Moor, wo wir die Maßnahmen zur Wiederbelebung des Moores gezeigt bekamen.
Insgesamt war es wieder ein rundum gelungener Auftakt!
Zwei Teams im Landeswettbewerb Jugend forscht 2011
von Brigitte Ratz
Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder Teams des Kepler-Seminars am Jugend forscht Wettbewerb, der Königsklasse der Schülerwettbewerbe. Die Konkurrenz ist schon bei den Regionalwettbewerben echt hart, und es ist nicht einfach in den Landeswettbewerb zu gelangen. Von den vier Projekten schafften es zwei in den Landeswettbewerb. Bilal und Johannes beteiligten sich mit einem Aerodynamik-Projekt, wobei unser neuer Windkanal zum Einsatz kam. Das zweite Projekt wurde von unserem jüngsten Jungforscher „ Little Joe“ Johannes eingereicht und beschäftigte sich mit der Simulation der Ozonproblematik. Neben Johannes steht Jonas, der im letzten Jahr Landessieger in Physik wurde. Auch im kommenden Jahr werden wir wieder Projekte unterstützen und hoffen auf ein möglichst erfolgreiches Abschneiden.
MNU- Bundeskongress mit Rekordbeteiligung des Kepler-Seminars
von Brigitte Ratz
Mit einer Gruppe von über 40 Kepler-Seminaristen/innen besuchten wir wieder den MNU- Bundeskongress, der in diesem Jahr in Mainz stattfand. Bei bestem Frühlingswetter hörten wir Vorlesungen zu neuen Forschungsfragen, arbeiteten in Workshops und nahmen an Exkursionen teil. Neben den Vorträgen dient der Besuch der MNU- Tagung auch immer dem gegenseitigen Kennenlernen und der Anregung für neue Projekte. Im kommenden Jahr findet der Kongress in Freiburg/Breisgau statt, wo wir selbstverständlich wieder dabei sein werden - wie immer unter der organisatorischen Leitung von unserem Reiseexperten, Herrn Knauß.